Ebba Waerland - Waerland-Bund

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ENTWICKLUNG
Ebba Waerland
Bekanntlich ist ein Katalysator ein Element, das sich in einen Prozeß  einschaltet und diesen beschleunigt. Das alles, ohne sich selbst dabei  zu verändern. In genau diesem  Sinn kann man Ebba Waerland sehen. Sie  litt die ersten 40 Jahre ihres Lebens (geboren am 15. Oktober 1897 in Stockholm)  an zahlreichen Krankheiten und war die meiste Zeit davon in  Krankenhäusern und in Sanatorien. Immer wieder machten ihr  Verdauungsprobleme und ihre bereits mehr als schwachen Atmungsorgane  enorm zu schaffen.
Ebba Waerland
Mit 6 Jahren hatte Ebba schreiben gelernt und für sie war dies eine Gabe, welche ihr trotz langwieriger und immer stark Kräfte zehrender Kränklichkeiten eine Möglichkeit gab, sich eine eigene Welt zu schaffen. Gedichte, Märchenbücher und ethisch-religiöse Bücher bauten sie als Autorin soweit auf, dass sie dadurch ihre Leiden hartnäckig immer wieder meisterte und sie ertrug.
      
Ihr erstes Märchenbuch wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt, sowie ins Deutsche, Spanische und Finnische. In Deutschland  kam es in mehreren großen Auflagen heraus- bis im 2.Weltkrieg die Gebäude des deutschen Verlegers zerstört wurden. Insgesamt kamen von Ebba Waerland 46 Bücher und Schriften zum Leser, darunter sieben Sammlungen von Gedichten und später auch acht Kost- und  Lebensführer. Zudem auch sechs Schriften auf deutsch  gegen die Kernspaltung, damals hauptsächlich noch als tödliche Bombenform bekannt.

Zu diesem Zeitpunkt „kreuzte“ (wie es Ebba selbst ausdrückte) ein praktizierender WAERLAND-Mann, ein „Waerlandist“, ihren Lebensweg. Er erkannte , dass allein Ebbas Grundlagen-Forschung und  ihre Publikationen die eigentliche Lebens-Stütze für die ständig leidende Frau waren und wie sie trotz ihrem permanenten Kränkeln zäh und  erfolgreich am Schreiben  festhielt.

Dieser Waerlandist schilderte ihr das WAERLAND-Lebens-System. Anfänglich war Ebba sehr skeptisch, sie hatte bereits vieles versucht und bis dato immer Misserfolge erleben müssen. Weshalb sollte jetzt etwas anderes wirken? Dieser Mann ließ nicht locker und gab ihr Schriften von Are Waerland zu lesen. Ebba schilderte später dazu: „Mir  fiel es wie Schuppen von den Augen- ich sah einen Weg für mich zum Land  der Gesundheit und spürte ein Verlangen dem Verfasser dafür zu danken,  was er der Menschheit mit seinen genialen Ideen und großen Perspektiven gab“. So lernte Ebba Are persönlich kennen.

Ihr seit 35 Jahren kranker Verdauungsapparat wurde mit enormer Geduld, verzweifeltem Kampf und enormer Energie mehr als ein  Jahr solange mit lebensspendender Rohkost aufgebaut, bis seine  Funktionen wieder normal wurden. Nach mehr als einem Jahr konnte Ebba  ihre persönliche kost vollständig auf die WAERLAND-Kost umstellen. Sie  war wieder stärker, energiegeladen und fühlte sich wohl.

Damit war sie an einem Scheideweg. Sich weiter  gesundheitlich nur pflegen und damit ihre immer noch sehr anfälligen Atmungsorgane weiter zu regenerieren und größere Anstrengungen  vermeiden, oder dem Ersuchen von immer mehr Kranken die sich hilfesuchend an sie gewandt hatten statt zu geben und künftig ihre  gesamte Energie in die weitere Bekanntheits-Verbreitung des  WAERLAND-Systems investieren? Sie entschied sich für ein Weiterentwickeln ihrer Gesundheits-Empfehlungen.


Bereits sehr bald fühlten Are und Ebba ihrer tiefe  Verbundenheit in ihrem  Schicksal, Denkweise und Lebensaufgaben. Diese  gefühlsmäßige Schicksalsgemeinschaft vertieften beide in ihrer Heirat.  Das alles zu einem Zeitpunkt, wo der Waerland-Verlag in Schweden  wirtschaftlich auf der Kippe stand und Are Waerland bewog, alles aufzugeben und Schweden zu verlassen.

Ebba & Are Waerland
Mit neuem Mut starteten stattdessen beide, die Bewegung neu aufzubauen. Durch ständige Vortragsreisen in Skandinavien mit überzeugenden Perspektiven konnten immer mehr Menschen das Waerland-System kennen lernen und dessen persönlichen Nutzen erfahren. Vom gemeinsamen Anfang an erledigte Ebba die gesamte, sehr umfangreiche Korrespondenz mit allen Hilfesuchenden-  täglich waren das meist 50 bis  70 Briefe.

Der Wirkungsbereich des Waerland-Systems weitete sich auf Mitteleuropa aus. In dieser Zeit – hauptsächlich von 1945 bis 1967 übersetzte Ebba auch einen Großteil der Bücher Are Waerlands in viele  Sprachen: dänisch isländisch, israelisch, holländisch, griechisch, deutsch, französisch.

Auch Ares großes  englisches Werk, „Der Hexenkessel“ wurde von Ebba ins Schwedische und Deutsche übersetzt. Diese enorme Anstrengung hatte erneut Ebbas Gesundheit so stark angegriffen ( in fünf  Jahren ständiger Vortragsreisen und Verlegerarbeiten verlor Ebba 18 Kilo an Gewicht!) dass sie, als sie zu Are nach Alessio/Italien kam um dort wie sie dachte für den Rest ihres Lebens mit ihm zusammen zu sein könnte, verstarb Are Waerland unerwartet.

Sie mußte und wollte nun zunächst die ganze Arbeit allein  weiterführen, alle Briefe und Papiere von Are die er im gesamten Leben (in eine , wie Ebba es formulierte „ Unzahl von Kisten, Koffern, Taschen  gesammelt“  ) durchforsten . Das beanspruchte arbeitsintensive 6  Wochen, danach war Ebba lebensgefährlich an Lungen- und Rippenfellentzündung erkrankt und  kam nach Aufenthalt in Flims (Schweiz) in ein großes Lungensanatorium in München. Der  Oberarzt, der sie behandelt hatte meinte zum Abschluß:“ Es muss Ihre  Kost sein, die Sie am Leben erhält. Denn eigentlich kann man nicht mit solchen Lungen leben, wie Sie sie haben. Sie sind ein Wunder“.

Dann reiste Ebba wieder nach Alessio um dort weiter Übersetzungen und Bearbeitungen aus Ares Nachlaß zu beginnen. Daneben bearbeitete Ebba sprachlich ein Buch des Forschers und Ingenieurs  Albert  Svennson einem eindringlichen Warnruf der Gefahren der Kernspaltung, nach den Abwürfen der beiden Atombomben auf japanische  Städte. Sie erledigte auch noch dessen Veröffentlichung, weil der Autor todkrank war. Erneut bekam Ebba nach all der Zusatzbelastung, neben ihrer aktiven Weiterführung des Waerland-Systems einen Zusammenbruch, lag 7 Monate in Norddeutschland darnieder.

Sobald sie wieder etwas gesundet war, nahm sie neben ihrer Waerland-Arbeit ihren persönlichen Kampf gegen die Kernspaltung  in Form von Broschüren und Flugblatt-Schriften auf. Nahm an einer Frauendelegation zur Abrüstungskonferenz in Genf teil und überbrachte dort Petitionen von Zehntausenden Frauen. Prompt brach sie wieder zusammen, kämpfte gegen große Eiterherde und mußte sich 1963 in den Bergen erholen.

Bis 1981 arbeitete Ebba unermüdlich weiter in der schriftlichen Verbreitung des Waerland-Systems. Sie verstarb 1981  im 84. Lebensjahr und wurde trotz ihrer immer angeschlagenen Gesundheit- auch dank ihrer konsequent genutzten Rohkost nach Waerland um einiges älter als Are.
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